Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben© Urheberechtlich geschützt
  • 5.05.2026 14:05 Uhr

    14:05 Uhr

    Vor neuen Verhandlungen: Beirut fordert Sicherheitsabkommen und Ende der israelischen Angriffe 

    Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte zu Wochenbeginn, dass vor einem möglichen nächsten von Washington angestrebten Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "zunächst ein Sicherheitsabkommen und ein Ende der israelischen Angriffe erforderlich seien", wie ihn das Webportal Naharnet zitiert.

    In der von Aouns Büro veröffentlichten Stellungnahme wird weiter ausgeführt, der Präsident habe "seine Ansicht bekräftigt, dass der Zeitpunkt für ein Treffen" mit dem israelischen Ministerpräsidenten derzeit "nicht günstig" sei, um Aoun mit den Worten zu zitieren:

    "Wir müssen zunächst ein Sicherheitsabkommen erzielen und die israelischen Angriffe auf uns stoppen, bevor wir die Frage eines Treffens zwischen uns aufwerfen."

    Der offizielle, ursprünglich auf zehn Tage festgelegte Waffenstillstand wurde dabei am 23. April in Washington um weitere drei Wochen verlängert, wobei in den vergangenen Wochen IDF-Kräfte ununterbrochen zivile Ziele im Südlibanon und der Hauptstadt Beirut bombardierten. Trotz der hohen Zahl an zivilien Opfern heißt es, die Angriffe gälten ausschließlich "Hisbollah-Zielen".

  • 13:36 Uhr

    Israel: Leitender Gaza-Gesandter von Trumps Friedensrat trifft sich mit Netanjahu

    Die katastrophale Situation für die Restbewohner des Gazastreifens ist durch die Kriegsereignisse in und um Iran aus dem Fokus der internationalen Aufmerksamkeit verschwunden.

    Israelische Medien berichten, dass zu Wochenbeginn der Bulgare Nikolai Mladenow, von US-Präsident Trump ausgewählter leitender Vertreter des sogenannten "Friedensrats" (Board of Peace), in Jerusalem eingetoffen ist. Weiter heißt es bei der Times of Israel zu der Zusammenkunft mit Regierungsvertretern und US-Diplomaten:

    "Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trifft sich in Jerusalem mit dem Sonderbeauftragten für den Nahost-Friedensprozess, Nikolai Mladenow. Auch der US-Botschafter Mike Huckabee nimmt an dem Treffen teil. Es wird erwartet, dass Mladenow Israel auffordern wird, einige Beschränkungen für die Einfuhr humanitärer Hilfsgüter in den Gazastreifen aufzuheben und seine Militäroperationen dort einzuschränken."

    Laut ToI-Artikel habe Mladenow zuvor "wochenlang Gespräche mit Führern der Hamas geführt" und demnach der Organisation eine Frist gesetzt, um "den Vorschlag des Friedensgremiums anzunehmen, wonach sie schrittweise alle ihre Waffen abgeben soll".

    Diese Frist sei bereits Mitte April ergebnislos ausgelaufen. Stattdessen hätten Hamas-Vertreter dem Friedensrat demnach ein Gegenangebot vorgetragen und inhaltlich darauf bestanden, dass "die Frage ihrer Waffen nur im Rahmen eines Gesamtkonzepts behandelt werden dürfe, das in der Gründung eines palästinensischen Staates gipfelt".

  • 13:08 Uhr

    Iran wirft USA tödlichen Angriff auf zivile Frachtschiffe vor

    Laut iranischen Medienberichten hat die iranische Marine am Montag zwei Raketen auf ein US-Kriegsschiff nahe der südiranischen Hafenstadt Dschask, am Golf von Oman, abgefeuert.

    Das Schiff habe Warnungen ignoriert. Es sei daraufhin beschossen und durch den Beschuss getroffen worden, woraufhin es habe abdrehen müssen.

    Das US-Zentralkommando (CENTCOM) dementierte hingegen jegliche Treffer auf amerikanische Schiffe. Washington gab stattdessen bekannt, man habe erfolgreich sieben iranische Schnellboote zerstört, welche US-Einheiten bedrängt hatten.

    Iranische Medien behaupten wiederum, die USA hätten keine Schnellboote der Revolutionsgarden versenkt. Stattdessen seien zwei zivile Frachtboote beschossen worden, die vom Oman in Richtung Iran unterwegs gewesen seien. Dabei sollen fünf Zivilisten getötet worden sein.

  • 12:44 Uhr

    Irans Außenminister Araghtschi reist nach China

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi wird nach Peking reisen, um sich dort mit chinesischen Vertretern zu treffen "und über Themen von gemeinsamem Interesse zu beraten", so die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtend.

    Araghtschi sei demnach bereits heute in die chinesische Hauptstadt geflogen, um seine diplomatischen Konsultationen "mit Ländern in der Kriegsregion und darüber hinaus fortzusetzen". Während der Reise wird der iranische Spitzenpolitiker laut IRNA-Angaben mit chinesischen Vertretern, "darunter seinem Amtskollegen Wang Yi, einen Meinungsaustausch über die bilateralen Beziehungen sowie über regionale und internationale Entwicklungen führen", so die offizielle Formulierung seitens Teheran.

  • 12:23 Uhr

    Eskalation am Golf: VAE werfen Iran Angriffe auf Ölraffinerie vor

    In der Straße von Hormus kam es am Montag zu einem direkten Feuergefecht zwischen der US-Marine und iranischen Kräften. Nach Angaben des US-Militärs versenkten die USA dabei sechs iranische Schnellboote, die zuvor Handelsschiffe bedrängt hatten.

    Kurz darauf wurde ein Industriegebiet im Emirat Fudschaira durch Raketen und Drohnen beschossen. Bei dem darauffolgenden Brand wurden drei indische Staatsangehörige verletzt.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) machen Iran für diesen Angriff verantwortlich. Von iranischer Seite liegt bisher keine offizielle Stellungnahme vor, obwohl Staatsmedien zuvor Angriffe auf US-Schiffe vermeldeten. Es handelt sich um die ersten derartigen Vorfälle seit Beginn der Waffenruhe Anfang April.

  • 12:00 Uhr

    UKMTO-Zahlen zu Schifffahrtsereignissen seit Kriegsbeginn

    Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) präsentiert eine aktuelle Zusammenfassung aller gemeldeten Vorfälle für den Zeitraum ab dem 28. Februar 2026, dem Beginn US-israelischer Angriffe auf Iran und den daraus resultierenden Entwicklungen in der Straße von Hormus.

    Demnach hat die Seefahrtsbehörde "45 Meldungen über Vorfälle erhalten, die Schiffe betreffen, die im und um den Arabischen Golf, die Straße von Hormus (SOH) und den Golf von Oman operieren". Weiter heißt es:

    • Gesamtzahl der Angriffsmeldungen: 25
    • Gesamtzahl der Meldungen über verdächtige Aktivitäten: 18
    • Gesamtzahl der Meldungen zu Kaperungen: 2

     Die Bestätigung auf X zur jüngsten Meldung zu Wochenbeginn lautet:

  • 11:22 Uhr

    Trump: "Mini-Krieg" mit Iran "verläuft sehr prächtig"

    Der US-Präsident Donald Trump hat sich am Montag während eines Gipfeltreffens für Kleinunternehmen im Weißen Haus zum völkerrechtswidrigen Iran-Krieg geäußert. 

    Er nannte den Iran-Krieg einen nötigen, aber beim Erhöhen des US-Wohlstands "kleinen Umweg", der von ihm gemacht werden musste, weil "wir nicht zulassen können, dass sie [die Iraner] eine Atomwaffe bekommen, sonst bekommt man Probleme, wie sie sich niemand auch nur vorstellen kann". 

  • 10:57 Uhr

    Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben

    Meldungen iranischer Staatsmedien berichten über Vorwürfe Teherans, wonach es sich bei den iranischen Schnellbooten, die das US-Militär nach eigenen Angaben am Montag angegriffen habe, "nicht um Schiffe der Revolutionsgarden handelte, sondern um zivile Boote, die Güter und Passagiere beförderten", zitiert Al Jazeera. Demnach seien bei den US-Angriffen "fünf unschuldige Menschen ums Leben gekommen".

    Eine Reuters-Meldung berichtet zu den Ereignissen und bestätigt, dass laut Angaben der US-Marine am Montag "sechs kleine iranische Militärboote zerstört wurden".

    Ein Militärsprecher teilte der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass die iranischen Behörden nach den US-Berichten eine Untersuchung durchgeführt hätten, bei der festgestellt worden sei, dass US-Streitkräfte unter anderem "zwei kleine Frachtboote mit Zivilisten an Bord angegriffen und beschossen hätten, die sich von Chasab an der Küste Omans in Richtung der iranischen Küste bewegten".

    Das US-CENTCOM bestätigte am Montag, dass US-Streitkräfte iranische Kleinboote angegriffen hätten, wobei "Sea-Hawk- und Apache-Kampfhubschrauber eingesetzt wurden, um iranische Kleinboote zu zerstören, die die Handelsschifffahrt bedrohten".

  • 10:27 Uhr

    Reuters: Laut US-Geheimdienstinformationen nur "begrenzte neue Schäden" am Atomprogramm Irans

    US-Geheimdienstinformationen deuten laut einem "exklusiven" Reuters-Beitrag auf "begrenzte neue Schäden" am iranischen Atomprogramm hin. Drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen hätten gegenüber Reuters erklärt, aktuelle Einschätzungen der US-Geheimdienste deuteten darauf hin, dass sich "die Zeit, die Iran für den Bau einer Atomwaffe benötigen würde, seit dem vergangenen Sommer nicht verändert" habe.

    Der Artikel verweist darauf, dass US-Analysten im Vorjahr davon ausgingen, der Angriff der USA und Israels im Juni 2025 habe "den Zeitplan um bis zu ein Jahr nach hinten verschoben", so die Darstellung der Reuters-Redaktion. Weiter heißt es zu aktuellen Bewertungen:

    "Die Einschätzungen zum Atomprogramm Teherans bleiben weitgehend unverändert, selbst nach zwei Monaten eines Krieges, den US-Präsident Donald Trump unter anderem begonnen hat, um die Islamische Republik daran zu hindern, eine Atombombe zu entwickeln."

    US-Beamte aus dem Umfeld der Trump-Regierung, darunter explizit US-Präsident Donald Trump selbst, führen seit Beginn des provozierten Iran-Kriegs am 28. Februar immer wieder die Notwendigkeit an, das iranische Atomprogramm zerschlagen zu wollen, und bezeichnen dies als ein zentrales Ziel des Krieges.

    Trump erklärte dazu gestern vor Journalisten:

    "Wir mussten diesen kleinen Einsatz im Iran durchführen. Es hat sich gelohnt, um diese Verrückten loszuwerden, die über Atomwaffen verfügen, mit denen sie ganze Länder auf Knopfdruck auslöschen könnten. Das hätte schon vor 47 Jahren geschehen müssen, aber ich bin sehr stolz darauf, dass wir es getan haben."

  • 10:03 Uhr

    Abu Dhabi beschuldigt Teheran des "Terroranschlags" auf Handelsschiffe

    Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) äußerte sich in einer Mitteilung zu den gestrigen Ereignissen, ohne jedoch auf vermeintliche Raketenangriffe seitens Irans Bezug zu nehmen. So heißt es:

    "Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den iranischen Terroranschlag, bei dem zwei Drohnen auf ein der ADNOC angehörendes Schiff der nationalen Reederei abgefeuert wurden, während dieses die Straße von Hormus durchquerte, scharf verurteilt und angeprangert. Es wurden keine Verletzten gemeldet." 

    Die politische Führung in Abu Dhabi forderte zudem, dass Iran "diese unprovozierten Angriffe einstellen, sich uneingeschränkt zu einer sofortigen Einstellung aller Feindseligkeiten verpflichten und die Straße von Hormus vollständig und bedingungslos wieder öffnen" müsse.

    Laut Al Jazeera erklärte das Außenministerium der VAE in einer weiteren Stellungnahme, "es behalte sich das Recht auf eine Reaktion vor, während Iran erklärte, keinen vorsätzlichen Plan zu haben, die VAE anzugreifen". Dies bezieht sich auf einen gemeldeten Angriff auf die Erdölanlage in der Hafenstadt Fujairah, bei dem laut Agenturmeldungen drei indische Staatsangehörige verletzt wurden.

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