Deutschland

Hitzewelle in Deutschland: Polizei meldet mehrere Todesopfer bei Badeunfällen

Die Hitzewelle in Deutschland hat seit Freitag mehrere Todesopfer gefordert. Laut der Polizei kamen mehrere Menschen, unter ihnen Minderjährige, bei Badeunfällen ums Leben.
Hitzewelle in Deutschland: Polizei meldet mehrere Todesopfer bei BadeunfällenQuelle: Gettyimages.ru © Maryam Majd

Deutschland leidet weiterhin unter einer rekordverdächtigen Hitzewelle. Die Menschen suchen bei den hohen Temperaturen an Badeseen, Flüssen und Kanälen Abkühlung. Die Polizei hat seit Freitag bereits mehrere Todesfälle infolge von Badeunfällen verzeichnet.

Am Samstag ertrank ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg. Ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen. Am Angermunder See in Düsseldorf starb ein 41-jähriger Mann.

Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen kam ein sechsjähriger Junge ums Leben. Die Rettungskräfte konnten das zunächst vermisste Kind schnell finden, Wiederbelebungsmaßnahmen blieben aber erfolglos.

Am Bremer Sodenmattsee ertrank ein 22-Jähriger. Laut der Polizei besuchte er den See am Samstag mit Freunden. Ihre Hilfsversuche blieben erfolglos, da sie selbst in Lebensgefahr gerieten. Sie wurden von zwei weiteren Badegästen gerettet.

Ein 23-Jähriger sprang am Freitag von einem Boot in den Starnberger See in Bayern und ging kurze Zeit später unter. In Berlin meldete die Polizei zwei Tote am Samstag. Ein 42-jähriger Mann und eine 51-jährige Frau kamen im Jungfernheideteich in Charlottenburg sowie im Tempelhofer Hafen ums Leben.

Im Seepark Lünen bei Dortmund wurde am Freitag ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Er starb später im Krankenhaus. Ein achtjähriger Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen.

Ebenfalls nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen im See verschwunden. In Heidelberg wurde ein 27-Jähriger aus dem Neckar geborgen, die anschließende Reanimation blieb erfolglos. In der Nähe von Mannheim war ein 30-jähriger Mann allein ins Wasser gegangen, woraufhin seine Freunde die Rettungskräfte alarmieren mussten.

Die Temperaturen in Deutschland liegen seit Tagen um die 40-Grad-Marke. Die Hitzeperiode fordert Todesopfer, führt aber auch zu Schäden an der Infrastruktur. Vielerorts bringt selbst die Nacht kaum Abkühlung.

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