
Trump: Polen bekommt zusätzliche 5.000 US-Soldaten

Nach Wochen wechselnder Ankündigungen und Gerüchte sorgt US-Präsident Donald Trump nun vermeintlich für Fakten. Laut einer Mitteilung auf Truth Social habe er das US-Kriegsministerium angeordnet, weitere 5.000 US-Soldaten nach Polen zu verlegen.

Der US-Präsident begründete die Entscheidung mit dem Wahlsieg des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, den er zuvor öffentlich unterstützt hatte. So heißt es aus dem Oval Office in Washington kurz und knapp:
"Angesichts der erfolgreichen Wahl des heutigen polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, den ich mit Stolz unterstützt habe, und unserer Beziehung zu ihm freue ich mich, bekannt zu geben, dass die Vereinigten Staaten weitere 5.000 Soldaten nach Polen entsenden werden..."

Laut Medienberichten zu Wochenbeginn, hatte das US-Kriegsministerium nicht eindeutige Angaben zum Status quo von US-Militär in Polen gemacht. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte dabei, dass das Kriegsministerium demnach plane, die Zahl der in Europa stationierten US-Brigade-Kampfeinheiten von vier auf drei reduzieren zu wollen "und damit wieder auf das Niveau von 2021 zurückkehren, was die Entsendung von US-Streitkräften nach Polen vorübergehend verzögern werde", so die Washington Post (Bezahlschranke).
STATEMENT:The Department of War has reduced the total number of Brigade Combat Teams (BCTs) assigned to Europe from four to three. This returns us to the levels of BCTs in Europe in 2021. This decision was the result of a comprehensive, multilayered process focused on U.S.…
— Sean Parnell (@SeanParnellASW) May 19, 2026
Die Trump-Ankündigung erfolgt zudem zwei Tage, nachdem US-Vizepräsident JD Vance vor US-Journalisten mitgeteilt hatte, dass sich die geplante Stationierung zusätzlicher US-Truppen in Polen vorerst verzögere. Wann Washington die vermeintlich 5.000 Soldaten nach Polen entsenden wird, bleibt weiterhin unklar.
Die Regierungsspitze in Warschau zeigte sich erfreut über die Signale aus Washington. So schrieb der polnische Präsident Karol Nawrocki auf X:
"Ich stehe und werde weiterhin für das polnisch-amerikanische Bündnis eintreten – einen wichtigen Pfeiler für die Sicherheit jedes polnischen Haushalts und ganz Europas. Gute Bündnisse beruhen auf Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Einsatz für unsere Sicherheit."
Stoję i będę stać na straży sojuszu polsko-amerykańskiego – ważnego filaru bezpieczeństwa każdego polskiego domu i całej Europy.Dobre sojusze to sojusze oparte na współpracy, wzajemnym szacunku i dbaniu o nasze wspólne bezpieczeństwo. Dziękuję Prezydentowi Stanów Zjednoczonych…
— Karol Nawrocki (@NawrockiKn) May 21, 2026
Bezüglich der Ankündigung erklärte der polnische Verteidigungsminister auf X, dass "die polnisch-amerikanischen Beziehungen sehr stark sind und Polen ein Vorbild und ein verlässlicher Verbündeter ist".
Das Portal Politico erfuhr demnach von anonymen Quellen, dass "ein polnischer Beamter und ein NATO-Vertreter" erklärt hätten, sie seien "von der Entscheidung überrascht worden, die die Regierung nicht vorab mit den Verbündeten besprochen habe".
Das Pentagon verwies Anfragen, demnach ausgehend von einer Politico-Anfrage, an das Weiße Haus, das wiederum "auf eine Bitte um Klarstellung zu dieser Ankündigung nicht reagierte".
Mehr zum Thema - Tusk warnt wegen Drohnenvorfälle vor Gefahr einer Eskalation in Europa
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
